Nach heutiger Sicht waren oft Habgier und Eroberungssucht die eigentlichen Beweggründe, das Kreuz auf sich zu nehmen.
Durch den großen Bevölkerungszuwachs und Missernten in Mitteleuropa war das einfache Volk verarmt und die Aussicht, dass sich dies änderte, war äußerst gering. Da lockten natürlich die Hoffnungen auf himmlischen und materiellen Lohn im Heiligen Land.
Beim Adel sah es ähnlich aus, denn durch den Brauch, dass der Erstgeborene das gesamte Erbe erhielt, wurden die jüngeren Söhne nicht mehr ausreichend wirtschaftlich versorgt. Die Kreuzzüge boten ihnen nun die Möglichkeit, sich nicht nur im Kampf zu bewähren, sondern auch materielle Güter zu an sich zu bringen oder sogar durch Landraub Herrschaften zu errichten.
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