Es hatte sich im Dreißigjährigen Krieg auf katholischer Seite die “Liga” und auf evangelischer Seite die “Union” gebildet, zu der sich die protestantischen Fürsten zusammengeschlossen hatten.
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Durch die Reformation war eine religiöse Spaltung ganz Deutschlands eingetreten. Außerdem bestand Uneinigkeit unter den deutschen Landesfürsten, die bestrebt waren, ihre Gebiete zu vergrößern und vom Kaiser unabhängiger zu machen. Es hatten sich auf katholischer und evangelischer Seite zwei Lager gebildet.
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Gegen die Reformation Luthers, Zwinglis und Calvins wurde von der katholischen Seite die Gegenreformation eingeleitet, die eine Erneuerung der katholischen Kirche von sich aus anstrebte. Sie wurde vor allem vom Jesuitenorden getragen und entwickelte sich rasch neben den reformatorischen Kräften zur stärksten Macht. Reformation und Gegenreformation hatten auf die Politik, ebenso auf Kultur, Wissenschaft und […]
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Calvinismus bezeichnet die Lehre und Glaubensrichtung des Reformators Calvin, der seine Anhänger strengen Regeln unterwarf. Er verbannte zum Beispiel Bilder, Schmuck und sogar die Musik aus der Kirche. Nach seiner Lehre ist der Mensch von Gott für Himmel oder Hölle vorbestimmt.
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Die Reformation griff von Deutschland auch auf andere europäische Länder über. In der Schweiz schufen Ulrich Zwingli (1484-1531) und Johann Calvin (1509-1564) eine Sonderform der Reformation. Der Calvinismus fand weiter in Holland, Schottland und in Teilen Englands Verbreitung. Im übrigen England setzte sich die anglikanische Kirche durch, eine englische reformierte Kirche, in den skandinavischen Staaten […]
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Über seine reformatorischen Schriften und seine Bibelübersetzung hinaus ist Luther als Prediger, Schöpfer der evangelischen Gottesdienstordnung, geistlicher Lehrer und als Dichter von Kirchenliedern (”Eine feste Burg“) die prägende Gestalt der Reformation.
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Durch die Erfindung des Buchdrucks konnte Luthers Bibelübersetzung umfassend verbreitet werden. Außer seinen reformatorischen Grundwerken (”An den christlichen Adel deutscher Nation”, “Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche”, “Von der Freiheit eines Christenmenschen”) erschien allein seine Bibelübersetzung bis zu seinem Tod (1546) in 400 Ausgaben. Dieser Erfolg beruhte vor allem auf Luthers Sprachauffassung, die sich in […]
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Auf der Wartburg übersetzte Luther in nur zehn Monaten (1521-1522) das Neue Testament aus dem Griechischen in eine volksnahe deutsche Sprache. Mit dieser Übersetzung leistete Luther einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der deutschen Sprache.
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Kurfürst Friedrich der Weise, Luthers Landesvater, gewährte ihm Schutz und ließ Luther unter dem Tarnnamen Junker Jörg auf die Wartburg (südlich von Eisenach) bringen, dem damaligen Sitz des Landgrafen von Thüringen.
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Zunächst bannte ihn der Papst, und der Kaiser forderte ihn nach einem Verhör zum Widerruf seiner Thesen auf. Nachdem Luther den Widerruf verweigert hatte, wurde er in die Reichsacht verbannt und für vogelfrei erklärt. Damit war Luther zugleich in großer Lebensgefahr.
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