Hindu wird man ausschließlich durch Geburt. Zwar kann ein Europäer sich zum Hinduismus bekennen, die wichtigsten Tempel und Kultstätten bleiben ihm jedoch verschlossen.
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Der Grund, warum Kühe in Indien heilig sind, ist eigentlich ganz praktischer Art. Da das Land häufig von Hungersnöten heimgesucht wurde, mehrten sich in dieser Zeit vor allem Rinderdiebstähle. Da man ihr Fleisch nur einmal essen, die Milch aber jeden Tag trinken kann, suchte man nach einer Lösung, um die Diebstähle einzudämmen. Da für gläubige […]
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Die Zahl der hinduistischen Feierlichkeiten ist unüberschaubar. Feiern werden zu Ehren aller Gottheiten abgehalten (man schätzt ihre Zahl auf 33.000), auch für regionale oder Hausgötter. Zu den beliebtesten und wichtigsten Feierlichkeiten gehören die zu Ehren Ganeshas sowie das Navarati für die weibliche Gottheit Durga und das Divali für die Göttin Lakshmi. Geografisch festgelegt ist das […]
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Die Mitgift ist in Indien keine einmalige Sache, sondern kann durchaus zur Dauerbelastung werden, wenn die Ehefrau zum Beispiel keinen Sohn bekommt. In ländlichen Regionen kommt es heute noch vor, dass eine Frau, deren Familie die Forderungen nicht erfüllen kann, plötzlich einen tödlichen “Unfall” erleidet. Diese barbarische Tradition des Mitgiftmordes wurde vor längerer Zeit offiziell […]
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Jeder Hindu kann die Erlösung erreichen, denn die Kaste hat in der Religion keine Bedeutung. Wer innerhalb seiner Kaste (oder als Paria) seinen religiösen Pflichten ausreichend nachkommt, kann das Nirwana erreichen. Anderersseits kann man aus höheren Kasten durch Wiedergeburt auch in eine niedrigere Kaste “absteigen”, wenn man zuviel ungünstiges Karma gesammelt hat.
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Direkte Kontakte zwischen den einzelnen Kasten gibt es kaum. Manche Höherrangige weigern sich sogar, mit Niedrigergestellten zusammenzuarbeiten, was in der heutigen Arbeitswelt zu beträchtlichen Problemen führt. Schon Ghandi wies darauf hin, das dieses völlig veraltete System hauptsächlich der Erhaltug von Macht und Geld dient und damit im Grunde dem hinduistischem Toleranzgedanken widerspricht.
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Zwar sind alle Kasten gesellschaftliche Einordnungen, doch haben sie nicht prinzipiell auch etwas mit Wohlstand zu tun. Es gibt Dorfpriester, die am Rand des Existenzminimums leben, und Bauern, die durch die Landwirtschaft zu beträchtlichen Besitz gekommen sind. An ihrer niedrigen Kasteneinstufung ändert dies jedoch nichts.
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Parias (oder auch Dalit) gehen häufig unreinen Berufen nach. Da der körperliche Kontakt zu einem Paria einen Hindu beschmutzt, darf man sie nicht brühren. Trotz sozialer und wirtschaftlicher Integrationsbemühungen sind sie vor allem auf dem Land auch heute noch häufig Diskriminierung ausgesetzt. Dies wird im Westen oft als eine Form des Rassismus oder der Sklaverei […]
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Im Hinduismus wird man in die Kaste hineingeboren, der die Eltern angehören. Es ist unmöglich, zwischen Kasten zu wechseln oder eine Kaste zu verlassen. Auch Ehen zwischen Angehöriger unterschiedlicher Kasten sind verboten.
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Das relativ starre Kastenwesen teilt die Inder grob in vier verschiedene gesellschaftliche Stände ein:
die Brahmanen, zu denen alle Gebildeten wie Priester, Philosophen, Gelehrte und religiöse Wortführer gehören
die Kshatriyas, der Stand der Krieger, worunter auch Politiker, Offiziere und andere Mächtige zu verstehen sind
die Vaishyas, Händler und Bauern, die für die Versorgung des Volkes zuständig sind
die Shudras, […]
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