Viele Israelis wollen in einer modernen Demokratie leben, ihre religiöse Einstellung selbst bestimmen. Das Drängen des Oberrabinats wird deshalb von vielen Gruppen nicht akzeptiert, und es kommt häufig zu Streitigkeiten.
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Es dringt darauf, möglichst viele Bestimmungen der Halacha (Religionsgesetz) für den Staat gesetzlich festzuschreiben, zum Beispiel die Ehegesetze für alle Israelis und die Sabbatruhe für den öffentlichen Verkehr.
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In der Knesset, dem israelischen Parlament, sind mehrere religiöse Parteien vertreten. Sie spielen im politischen Leben des Landes eine größere Rolle als ihnen auf Grund ihrer zahlenmäßigen Vertretung zukommt. Starken Einfluss hat das orthodoxe Oberrabbinat.
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Die orthodoxen Juden (strenggläubige Juden) beklagen den Zustand der Verweltlichung (Säkularisierung) und der religiösen Gleichgültigkeit. Sie sagen: “Vor 100 Jahren waren wir gläubig, aber ohne Land, heute haben wir ein eigenes Land, aber der Glaube ist verloren gegangen.”
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Nicht wenige Juden haben sich im modernen Israel vom Glauben der Väter gelöst. Sie sind religiös gleichgültig, manche halten sich für Atheisten. Das Judentum wird in seiner Religiösität durch die vielfältigen Einflüsse der Moderne ähnlich herausgefordert wie das Christentum und der Islam.
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Dieser Staat, der nach der biblischen Gestalt “Israel” benannt ist, bietet in seinem ersten Gesetz allen Juden der Welt die Möglichkeit an, nach Israel einzuwandern und dort eine neue Heimat zu finden. Seitdem können Juden aus über 100 Ländern der Welt in einem Land leben, in dem sie nicht mehr von Nichtjuden beherrscht werden.
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Am 14. Mai 1948 konnte David Ben Gurion, der erste Ministerpräsident Israels, mit Zustimmung der internationalen Staatengemeinschaft die Gründung des neuen Staates Israel verkünden.
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Viele Israelis haben durch die Ideen des Zionismus und seines geistigen Vaters Theodor Herzl die Kraft gefunden, das Land mit bewundernswertem Pioniergeist zu besiedeln und aufzubauen, gegen alle Terroraktionen zu verteidigen und ein reiches kulturelles Erbe zu entwickeln. All dies hat dem Judentum im Land seiner Väter ein modernes Gesicht gegeben, wenn auch nicht alle […]
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Theodor Herzl hatte erreicht, dass die Juden wieder lernten, sich als Volk zu fühlen und ihre Heimat am Zionsberg un Jerusalem zu suchen. Das führte viele Juden aus aller Welt wieder nach Israel.
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Was die Siegermächte - USA, Großbritanien, Frankreich & Sowjetunion - in den Lagern, in Deutschland und vor allem im befreiten Polen vorfanden, führte auch bei Ihnen zu einem so tiefen Schock, dass sie sich auf Dauer dem Wunsch der Juden nach einer Heimat im Gelobten Land nicht mehr verschließen konnten.
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